Gesundheitssport

Der Sportverein als Gesundheitspartner

Ob Gesundheitssportangebot oder Reha - Training, Freizeit - Volleyball oder Wettkampf - Leichtathletik – Sport ist in jeder seiner zahlreichen Facetten gesund. Trotzdem sprechen besonders Angebote mit dem Etikett „gesundheitsfördernd“ die Menschen an. Das sollten sich noch mehr Sportvereine als bislang zu Nutze machen. Attraktive, zeitgemäße Angebote mit einem pfiffigen Titel und insbesondere Angebote mit dem Qualitätssiegel "SPORT PRO GESUNDHEIT" lassen sich gut in der Öffentlichkeit kommunizieren und finden große Beachtung und Anerkennung bei potentiellen Neumitgliedern. Auch Sportvereinszentren, die Raum für Gesundheitskurse und das gesundheitsorientierte Training an Geräten schaffen, können eine Antwort auf gesellschaftliche Veränderungen sein. Mit ihnen lassen sich wiederum andere Zielgruppen – etwa Berufstätige – ansprechen, die mehr zeitliche Flexibilität für ihren Sport benötigen und den Fokus auf ein gerätegestütztes Training legen.

Da Vereine Non-Profit-Organisationen sind, können sie eine Mitgliedschaft zu erschwinglichen Beiträgen anbieten. Die zusätzlichen Finanzmittel durch neue Mitglieder oder durch zusätzliche Beiträge, die mit speziellen Kursen eingenommen werden, eröffnen die Möglichkeit, andere Bereiche zu unterstützen – ganz im Sinne einer Solidargemeinschaft. So können möglicherweise Angebote für Kinder und Jugendliche geschaffen werden, Sportstätten neu erschlossen oder erneuert und mehr qualifiziertes Personal beschäftigt werden. Allgemein gesundheitsfördernde und präventive Kurs - bzw. Dauerangebote bieten den Vereinen vielfältige Zugewinne und Vorteile. Durch die Erweiterung der Palette um Sport und Bewegung mit Gesundheitsbezug werden mehr Menschen als bisher angesprochen.

So bindet der Verein nicht nur „alte“ Mitglieder, sondern insbesondere auch jene, die nach der Zeit als Wettkämpfer oder Mannschaftssportler oft zum passiven Mitglied werden oder gar auf andere Anbieter ausgewichen sind. Er spricht damit auch neue Zielgruppen an, deren Interesse darin besteht, durch Bewegung und Sport ihre Gesundheit zu erhalten und zu verbessern. Sportvereine bringen hierfür von Haus aus schon zwei große Stärken mit:

  • Non - Profit-Organisation: Sie können die Teilnahme zu erschwinglichen Beiträgen ermöglichen und sind somit für jedermann nutzbar. „
  • Flächendeckung: Sie sind beinahe in allen Kommunen vertreten und können so auch für Angebote in den ländlichen Regionen sorgen. Bei den Sportangeboten allein muss aber noch nicht Schluss sein.

Ein Verein kann sich auch auf den Weg machen, Gesundheitsförderung zu einer Leitidee der Vereinskultur zu machen – und etwa mit einem Gesundheitstag Interessenten werben, Vorträge zu Gesundheitsthemen für die Mitglieder organisieren oder die Speisekarte in der Vereinsgaststätte entsprechend ausrichten.

Vorteile und Perspektiven durch ein Engagement im Gesundheitssport:

  • Angebotserweiterung und so Attraktivitätssteigerung „
  • Gewinnung und Bindung neuer Mitglieder „
  • Aktivierung passiver Mitglieder „
  • Zukunftssicherung des Vereins durch Erschließung eines neuen Angebotsfeldes „
  • Profilbildung in einem gesellschaftlich relevanten Bereich „
  • Potenzial zur Vernetzung und Gewinnung neuer Kooperationspartner „
  • Förderung des Vereinszweckes durch mehr finanzielle Möglichkeiten

Eigene Stärken herausstellen und kommunizieren:

  • Sportvereine…
     „ fördern das soziale Miteinander „
  • ermöglichen Sporttreiben in der Gemeinschaft und schaffen Raum für Begegnung „
  • sorgen für sozialen Zusammenhalt und Integration „
  • leisten mit ihren Angeboten einen Beitrag zur Gesundheit und zum Wohlergehen der Allgemeinheit „
  • orientieren sich als gemeinnützige Organisationen an den Interessen der Mitglieder und nicht an wirtschaftlichen Zielen „
  • bieten Angebote zu sozial verträglichen Beiträgen an, die jedermann und -frau die Teilnahme an den Angeboten ermöglicht