Funktionstraining im Wasser

Funktionstraining ist bewegungstherapeutisches Training bzw. sind Übungseinheiten oder auch ganzheitliche, sportlich ausgerichtete, Spiele in Gruppen im Wasser oder an Land. Wichtig ist, dass die Teilnehmer über die notwendige Mobilität sowie physische und psychische Belastbarkeit für die Übungen in der Gruppe im Wasser verfügen.

Was ist Funktionstraining?

Funktionstraining ist spezielle Gymnastik im Wasser oder an Land.

  • Warum hilft Funktionstraining z.B. bei Osteoporose?
  • Wo ist der Unterschied zu Rehabilitationssport?

Funktionstraining ist eine spezielle Form der Gymnastik

Unter Funktionstraining versteht man ein am Krankheitsbild des Patienten orientiertes Bewegungstraining, welches nach Gesichtspunkten der Anatomie und der funktionellen Bewegungslehre entwickelt und zusammengestellt wurde. Ziel dieser Art von Training ist es, das Bewegungsverhalten so zu verbessern, dass die Leistungsfähigkeit und die Belastungsverträglichkeit des Bewegungsapparats wieder gesteigert werden oder sich zumindest nicht verschlechtert. Ziel ist weiter, die Verbesserung oder zumindest der Erhalt von Funktionen, das Hinauszögern von Funktionsverlusten sowie die Schmerzlinderung.

Unterschied zwischen dem Reha - Sport und dem Funktionstraining?

Was ist der Unterschied zwischen Reha - Sport (Rehabilitationssport) und Funktionstraining? Die Frage wird oft gestellt, da Rehabilitationssport meist bekannter ist und öfter verordnet wird. Der Rehabilitationssport ist typischer Sport, wohingegen das Funktionstraining von der Ausrichtung her eine Form der Krankengymnastik bzw. Ergotherapie ist.

  • Reha - Sport
    arbeitet aktiver, auch mit sportlich ausgerichteten Spielen. Koordination und Flexibilität sollen verbessert werden, Ausdauer und Kraft gestärkt. Von Behinderung bedrohte Menschen oder solche während einer Rehabilitationsphase sollen in ihrer körperlichen Aktivität gezielt unterstützt werden, auch um wieder am Arbeitsleben teilzunehmen. Ziel ist die bessere Eingliederung in das Leben der Gemeinschaft. Reha - Sport findet in Gruppen bis zu 15 Personen statt - nicht nur weil es sich in Gruppen gemeinsam und besser trainiert, hier geht es auch um Erfahrungsaustausch zwischen Betroffenen, um gruppendynamische Effekte und nicht zuletzt um Selbsthilfe. Kurz, die Menschen sollen wieder fit werden. 
  • Funktionstraining
    hier steht der Erhalt von Funktionen der Muskulatur, der Knochen, der Gelenke und des gesamten Skelettsystems im Vordergrund des Trainings. Funktionstraining z.B. bei Osteoporosepatienten greift dabei die meisten Probleme des Stütz - und Bewegungsapparates auf und arbeitet mit Trocken - und Wassergymnastik und nützt dabei die Erfahrungen der Krankengymnastik sowie der Ergotherapie. Organorientiert meint dann auch, dass Funktionsstörungen beseitigt oder verringert werden sollen bzw. es wird zumindest ein Hinauszögern von Funktionsverlusten einzelner Organsysteme angestrebt. Auch hier steht die Gruppe mit ihren gruppendynamischen Aspekten für das Training ein - besonders bei gemeinsamen Krankheitsbildern (Osteoporose, HWS und LWS Problemen, Athrose oder bei Hüft - bzw. Schulterteilimplantaten) spielt der Erfahrungsaustausch eine große Rolle. Dann soll auch noch der Selbsthilfe - Gedanke gestützt werden. Kurz, es soll ein weiterer Schaden vermieden werden.

Beim Reha - Sport und dem Funktionstraining sollen die Teilnehmer nach dem Ende der Maßnahmen in der Lage sein, selbstständig und ohne Anleitung durch einen Trainer weiter zu trainieren!

Funktionstraining - Elemente und Ziele

Vitalität ist gemeinhin der Überbegriff für ein gesundes Leben und das große Ziel. Funktionstraining ist eine speziell für Osteoporosepatienten ausgerichtete Gymnastik und strebt dabei zumindest ein gesünderes Leben an oder eines, welches sich nicht zu schnell verschlechtert - entscheidend bestimmt sich die Vitalität eines Organismus dadurch, wie anpassungsfähig er ist und wie gut er sich an seine Situation anpassen kann. Auch mit Osteoporose oder im Alter können Sie vital sein. Allerdings nur mit eigener Aktivität. 

Funktionstraining bei Osteoporosepatienten steht dafür, eine Verschlechterung der bestehenden Situation mit Sport und Bewegung zu vermeiden oder eine Verbesserung zu erzielen. Gerade das Funktionstraining im Wasser ist da von Vorteil, denn das Wasser trägt die Teilnehmer und schont die Gelenke bzw. verbrennt beim Funktionstraining eine Menge Kalorien. Funktionstraining im Wasser ist ein sanftes Krafttraining bzw. der absolute Fettburner!

  • Muskulatur & Muskelaufbau – gerade dann, wenn der natürliche Bewegungsdrang und die körperlich Aktivität nachlässt, müssen wir darauf achten, dass wir etwas für die Muskulatur tun, um sie aktiv zu erhalten und dabei auch den Muskelaufbau nicht vernachlässigen.

  • Übungen & Gymnastik – nicht jede Sportart ist im Alter machbar. Es gibt spezielle Übungen und ausgewählte Gymnastik-Programme die auf Osteoporose zugeschnitten sind und auch im Alter noch realisierbar sind. Gymnastik zielt auf die allgemeine und gleichmäßige Ausbildung der Beweglichkeit sowie auf Kraft der Muskulatur und des Körpers. Regelmäßige Übungen bringen dabei mehr als einseitig ausgerichtetes Training, das Spitzenleistungen erzielen will.

  • Balance & Koordination – dienen dazu im Gleichgewicht zu bleiben. Und das ist entscheidend, denn: wer nicht stürzt, vermeidet auch ein Frakturrisiko. Im Alter geht es zunehmend darum, in der Bewegung (z.B. während des Gehens) das Gleichgewicht zu halten oder während des Stehens nicht zu straucheln. Im Training wird häufig das ausgewogene Zusammenspiel verschiedener Bewegungen oder Muskelgruppen geübt.

  • Kraft – mit Kraft ist nicht nur die bloße Muskelkraft gemeint (z.B. halten, schieben, drücken), auch die Schnellkraft (schnelle Reaktion, um eine Bewegung rasch ausführen zu können) und die Ausdauer (wie lange wir eine körperliche Betätigung ausüben können).

Funktionstraining - Verordnung und Kosten

Das Funktionstraining, welches wir beim 1. SC Zehlendorf Steglitz e.V. anbieten, wird in Gruppen mit maximal 20 Teilnehmern durchgeführt bzw. angeboten, denn es geht ja um die eigene Gesundheit und aus diesem Grunde gehen unsere Kurse alle 45 Minuten.

Funktionstraining - Start aus eigener Initiative

Bei Reha - Sport und Funktionstraining sollen die Teilnehmer nach dem Ende der Maßnahmen in der Lage sein, selbstständig weiter zu trainieren und dann sollten aber die gesundheitlichen Probleme zumeist gelöst bzw. behoben sein, aber der Einzelne hat nun gelernt was er trainieren soll und wie - ab hier ist die eigene Initiative gefragt.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Falls wir Ihr Interesse geweckt haben, hier ist der Flyer und Sie mehr Informationen wünschen, dann kontaktieren Sie uns einfach per Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!